Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 29.12.2014 eine Rechtsverordnung veröffentlicht, die die Pflicht des Arbeitgebers zur Aufzeichnung der Arbeitszeit von Arbeitnehmern in Unternehmen in den schwarzarbeitsgefährdeten Wirtschaftszweigen gemäß § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) maßgeblich erleichtert. Diese Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung (MiLoDokV) ist bereits zum 01.01.2015 in Kraft getreten.

Die MiLoDokV schließt die in § 16 Abs. 1 MiLoG geregelte Aufzeichnungspflicht für diejenigen Mitarbeiter aus, die ein verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt in Höhe von mehr als 2.958 Euro brutto erhalten. Die Unterlagen, aus der sich dieses Monatsentgelt ergibt, muss der Arbeitgeber in deutscher Sprache bereithalten, um dem für die Überprüfung der Einhaltung des MiLoGs zuständigen Zoll die Prüfung zu ermöglichen.

Zu beachten ist, dass der Arbeitgeber weiterhin seiner Aufzeichnungspflicht gemäß § 16 Abs. 2 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) nachkommen, d. h. die Arbeitszeit aufzeichnen muss, die werktäglich die 8‑Stunden‑Grenze überschreitet.

Erwarten Sie nur das Beste von uns.

Wir informieren Sie regelmäßig über alles Wichtige aus der Welt des Arbeitsrechts und Neuigkeiten rund um vangard. Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Newsletter abonnieren